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Archive for April, 2014

Amnesty informiert: Syriens Kriegsopfer. Nirgends sicher?

April 24, 2014 By: Gruppe08 Category: Allgemein Comments Off on Amnesty informiert: Syriens Kriegsopfer. Nirgends sicher?

Das Flüchtlingslager Yarmouk (c) unrwa.org

 

Seit 2011 herrscht in Syrien Bürgerkrieg. Die Folgen des Krieges für die Bevölkerung sind katastrophal. Zumindest 100.000 Menschen wurden getötet. Mehr als 4 Millionen Syrerinnen und Syrer sind innerhalb Syriens auf der Flucht, etwa 2,4 Millionen außerhalb des Landes. Über 9 Millionen Menschen benötigen humanitäre Hilfe.

Besonders verzweifelt ist die Situation in jenen Städten und Ortschaften, die von einer der Konfliktparteien belagert werden. Ein aktueller Amnesty-Bericht beschreibt die Lage in Yarmouk, einer Vorstadt von Damaskus. Angriffe durch das Militär, Hunger und ein Mangel an Medikamenten, Wasser und Strom prägen hier das Bild.

In unserer Radiosendung berichten wir die erschütternden Fakten, die Amnesty zusammen getragen hat. Wir gehen aber auch der Frage nach, wie es jenen Syrerinnen und Syrern ergeht, die die Flucht aus dem Bürgerkriegsland geschafft haben. Und wir fragen uns, welche Maßnahmen dringend erforderlich wären, um die Situation der Kriegsopfer zu verbessern.

Wie immer beschließen wir die Sendung mit aktuellen Meldungen zum Thema Menschenrechte.

Gestaltung und Moderation: Martin Walther

 

 

 

Das Gruppe 8 – Radioteam

Kerze der Hoffnung April/Mai 2014: Mauretanien

April 05, 2014 By: Gruppe08 Category: Allgemein Comments Off on Kerze der Hoffnung April/Mai 2014: Mauretanien

Briefe von Gefangenen, die vor fast 3 Jahre „verschwunden“ sind


Am 23. Mai 2011 wurden 14 Häftlinge des Zentralgefängnisses in der mauretanischen Hauptstadt Nouakchott aus ihren Zellen geholt. Seither sind sie verschwunden. Nach mehr als zwei Jahren der Ungewissheit haben die Familien der 14 Männer vor kurzem Briefe von ihnen erhalten. Allerdings weigern sich die Behörden weiterhin, Informationen über den Verbleib der Männer und den Grund ihres Verschwindens preiszugeben.

Die Männer – El Khadim Ould Semane, Sidi Ould Sidna, Mohamed Ould Chabarnou, Maarouf Ould Haiba, Mohamed Abdellahi Ould Ahmednah Ould Mohamed Salem, Mohamed Ould Abdou, Abderrahmane Ould Areda, Mohamed Ould Chbih, Amar Ould Mohamed Saleh, Taghi Ould Youssouf, Salem Ould Hemmod, Tiyeb Ould Saleck, Mohamed Mahmoud Ould Sebty dit Dahoud Sebty und Mohamed Khaled – waren wegen terroristischer Vergehen inhaftiert. Mindestens sechs von ihnen hatten Amnesty International zuvor berichtet, dass sie gefoltert worden seien und keinen Zugang zu einem Rechtsbeistand, ihrer Familie oder ärztlicher Versorgung hatten.

Einen Monat nach der nächtlichen Abholung durch die Militärpolizei an einen unbekannten Ort wurden den Familienangehörigen der Männer ohne weitere Erklärung
deren persönliche Gegenstände ausgehändigt, darunter Matratzen, Kleidung und Bücher. Nun sind vor kurzem Briefe der Männer aufgetaucht, jedoch weigern sich die
Behörden weiterhin, Informationen über ihren Verbleib und den Grund ihres Verschwindens preiszugeben. Amnesty-Mitarbeiter Gaëtan Mootoo hat sich kürzlich mit
den Familien getroffen: „Wir konnten ihnen ihre Verzweiflung ansehen. Viele haben aus Angst um ihre Angehörigen kaum ein Wort herausgebracht.“

Verwandte der 14 Verschwundenen im Gespräch mit Amnesty.

Fordern Sie mit Ihrer Unterschrift, den Aufenthaltsort der 14 Gefangenen offenzulegen und ihnen Zugang zu Anwälten und medizinischer Versorgung zu gewähren. Verwenden Sie dafür unsere Briefvorlage.

Die KERZE DER HOFFNUNG brennt für die Opfer von „Verschwindenlassen“ sowie ihre Familien, die in Angst und Unsicherheit leben.

Brigitte Egartner