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Amnesty informiert: Rio im Jahr 2016 – Menschenrechte im Schatten der Spiele

August 17, 2016 Von: Gruppe08 Kategorie: Allgemein

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Die Spiele von Rio laufen und bemühen sich, eine Botschaft von Frieden und Verständigung zu vermitteln. Doch hinter den Kulissen, dort wo die Staatsmacht in den Favelas auf deren Bewohner*innen trifft, erleben wir leider eine Epidemie der Gewalt.

Seit 5. August 2016 kommen fast 12.000 Athletinnen und Athleten aus aller Welt in Rio de Janeiro zusammen, um im Rahmen der Olympischen Sommerspiele anzutreten. 2009, als Rio die Spiele erhielt, versprachen die Verantwortlichen eine sichere Stadt für alle. Was wurde aus diesem Versprechen?

In unserer Sendung gehen wir dieser Frage nach. Wir beschäftigen uns außerdem mit der Frage, wie sich die Olympischen Spiele insgesamt auf die Menschenrechtslage in Brasilien auswirken.

Wie immer haben wir auch aktuelle Meldungen – diesmal mit einem Schwerpunkt zur Situation in der Türkei – und Veranstaltungshinweise.

Gestaltung: Martin Walther, Moderation und Technik: Sarah Walther

Das Gruppe 8-Radioteam

Kerze der Hoffnung August 2016: Frauen und Mädchen in der Gemeinde Mkhondo

August 10, 2016 Von: Gruppe08 Kategorie: Allgemein

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Im Bezirk Mkhondo im Osten Südafrikas sterben Schwangere und junge Mütter allein deshalb, weil sie keine ausreichende medizinische Versorgung erhalten.

Zahlreiche Barrieren, nicht zuletzt zahlreiche diskriminierende ökonomische und soziale Faktoren, erschweren es den Frauen und Mädchen, zum frühestmöglichen Zeitpunkt pränatale Untersuchungen in Anspruch zu nehmen. Diese würden das Sterblichkeitsrisiko während der Schwangerschaft und bei der Geburt erheblich reduzieren.

Amnesty setzt sich seit mehr als einem Jahr dafür ein, dass die Regierung Südafrikas endlich die Gender-Barrieren in der medizinischen Versorgung von Frauen und Mädchen anerkennt und dringend Maßnahmen ergreift. Einige positive Veränderungen hat die Kampagne in der Zwischenzeit schon bewirkt: So sind seit Jänner 2015 die Schwangerenvorsorgeuntersuchungen in der Amsterdam Klinik in Mkhondo auf 7 statt 2 Tage ausgeweitet worden. Und im August 2015 hat sich die Nationale Gesundheitsbehörde in der Region mit Mitarbeiter*innen des Krankenhauses und lokalen Politiker*innen das erste Mal an einen Tisch zusammengesetzt, um den Amnesty-Bericht zur Müttergesundheitsvorsorge in Südafrika zu diskutieren

Unterstützen Sie die Frauen und Mädchen von Mkhondo!

Setzen Sie sich beim Leiter der interministeriellen Arbeitsgruppe, Hr. Pravin Gordhan, für die Frauen und Mädchen der Gemeinde Mkhondo ein.

Unterschriftenliste auf Englisch

Unterschriftenliste auf Deutsch

 

GUTE NACHRICHT ZUR “KERZE DER HOFFNUNG” VON APRIL 2016!

Aserbaidschan: Khadija ist frei!

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Der Oberste Gerichtshof in Baku hat am 25. Mai 2016 die seit eineinhalb Jahren inhaftierte Investigativjournalistin Khadija Ismayilova auf Bewährung freigelassen.

Khadija war im September 2015 zu einer 7,5-jährigen Haftstrafe verurteilt worden, weil sie in den letzten Jahren immer wieder von Korruptionsfällen im Dunstkreis der Präsidentenfamilie berichtet hatte. Jahrlang wurde Khadija von den Behörden deswegen drangsaliert und eingeschüchtert. Das Urteil beruhte auf politisch motivierten Anklagepunkten (u.a. Veruntreuung und teuerhinterziehung), die darauf abzielten, die unerschrockene Journalistin zum Schweigen zu bringen.

Amnesty International begrüßt die Entscheidung des Obersten Gerichtshofes, fordert aber die Aufhebung des Urteils, um sie vollständig zu rehabilitieren.

Vielen herzlichen Dank all den Unterstützer*innen!

Monika Mandl

 

 

Amnesty informiert: Auf Abruf einsatzbereit – Wie Amnesty Fakten ermittelt und Menschenrechtsverletzungen dokumentiert

June 24, 2016 Von: Gruppe08 Kategorie: Allgemein

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Die Grundlage der Arbeit von Amnesty International bildet die Recherchearbeit. Nur wenn Menschenrechtsverletzungen aufgedeckt werden, kann die Öffentlichkeit davon erfahren..

Dazu müssen Amnesty-Researcher*innen Fakten erheben, überprüfen und analysieren. So kann der internationale Druck aufgebaut werden, den es braucht, um Menschenrechtsverletzungen zu verhindern und eine positive Veränderung für die Betroffenen herbeizuführen.

Doch wie kommt Amnesty International an die Informationen? Nach welchen Prinzipien gehen Amnesty-Researcher*innen bei Fact Finding Missions vor? Wie kann sichergestellt werden, dass die Faktenermittlung präzise und unabhängig ist? Mit welchen Methoden arbeiten Researcher*innen zu „geschlossenen“ Ländern, zu denen Menschenrechtsorganisationen keinen Zutritt haben?

Darüber haben wir uns mit Dr. Andrea Strasser-Camagni unterhalten. Andrea Strasser-Camagni ist Menschen in Gefahr & Urgent Action-Netzwerk-Koordinatorin von Amnesty Österreich. Zuvor hat sie für Amnesty auch als Researcherin in Zentralasien gerbeitet.

Wie immer haben wir auch aktuelle Meldungen und Veranstaltungshinweise.

Gestaltung und Moderation: Martin Walther, Technik: Sarah Walther



Das Gruppe 8-Radioteam

Kerze der Hoffnung Juni 2016: Samar Sa´ad Abdullah

June 21, 2016 Von: Gruppe08 Kategorie: Allgemein

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Samar Abdullah droht Hinrichtung

Der 32-Jährigen Irakerin Samar Sa’ad Abdullah droht die Hinrichtung. Am 15. August 2005 wurde sie in Bagdad wegen Mordes an ihrem Onkel, dessen Frau und einem der Kinder des Ehepaares zum Tode verurteilt. Ein Kassationsgericht bestätigte das Urteil am 26. Februar 2007. Während des Prozesses hatte Samar Sa’ad Abdullah wiederholt ihre Unschuld beteuert und angegeben, ihr “Geständnis” unter Folter in Polizeigewahrsam gemacht zu haben. Samar Sa’ad Abdullah beschuldigt ihren Verlobten, die Morde begangen zu haben. Die Behörden fahnden derzeit nach ihm.

Seit der Wiedereinführung der Todesstrafe im Irak im August 2004 können Menschen wegen Gefährdung der inneren Sicherheit, Mord, Drogenhandel und Entführung zum Tode verurteilt werden. Elf Monate zuvor war die Todesstrafe ausgesetzt worden. Die irakischen Behörden begründeten die Wiedereinführung mit der angespannten Sicherheitslage im Land und der hohen Anzahl politisch motivierter Gewalttaten. Zwischen 2004 und Ende 2009 wurden mindestens 255 Menschen hingerichtet. Rund 1.300 Menschen sitzen nach vorliegenden Informationen in den Todeszellen ein. Die meisten Todesurteile liegen schon einige Jahre zurück. Die Betroffenen befinden sich jedoch in ständiger Gefahr, hingerichtet zu werden.

Fordern Sie den Präsidenten auf Samar Sa´ad Abdullahs Todesurteil aufzuheben sowie alle weiteren Todesurteile in seinem Land aufzuheben.

Vorlage für Petition.

Monika Mandl

Umbrella March 2016 in Linz

June 09, 2016 Von: Gruppe08 Kategorie: Allgemein

Amnesty informiert: Krieg im Jemen

May 22, 2016 Von: Gruppe08 Kategorie: Allgemein

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Seit März 2015 beteiligt sich eine internationale Koalition unter Führung von Saudi-Arabien und mit Unterstützung der USA und von Großbritannien am blutigen Konflikt im Jemen. Dabei kommt es zu Kriegsverbrechen bzw. Menschenrechtsverletzungen.

Am 25. März 2015 hat Saudi-Arabien die ersten Luftangriffe auf Stellungen der Huthi-Milizen im Jemen geflogen. Seither sind in dem kriegerischen Konflikt im Jemen über 4000 Zivilpersonen getötet worden.

Amnesty International dokumentierte in zwei Berichten sowohl Luftangriffe der saudisch geführten Koalition auf Spitäler, Schulen, Märkte und Moscheen als auch rücksichtslose Angriffe auf die Zivilbevölkerung in den Städten Aden und Taizz durch Huthi-Milizen und deren Alliierte.

Wir bringen Details aus einem Amnesty-Bericht zu diesem im Vergleich mit Syrien oder dem Irak weniger beachteten Konflikt.

Zudem haben wir einen ausführlichen Block mit aktuellen Meldungen sowie Veranstaltungshinweise.

Gestaltung und Moderation: Martin Walther, Technik: Sarah Walther

Das Gruppe 8-Radioteam

Fair Planet Fest 2016

April 28, 2016 Von: Gruppe08 Kategorie: Allgemein

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Wir sind auch in diesem Jahr mit einem Infostand dabei.

UPDATE: DAS FAIR PLANET FEST  WURDE AUF DEN 4.6.2016 VERSCHOBEN!

Amnesty informiert: Kobaltminen im Kongo – die Ausbeutung hinter unseren Smartphones

April 23, 2016 Von: Gruppe08 Kategorie: Allgemein

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Ein aktueller Amnesty-Bericht blickt auf die Zustände in den Kobaltminen der Demokratischen Republik Kongo, wo die Hälfte des weltweit gewonnen Kobalts gefördert wird. Und fragt nach der Verantwortung von Regierungen und Konzernen.

Kobalt ist eines jener Mineralien, die in Lithium-Ionen-Akkus enthalten sind, mit denen Smartphones, Tablets, Notebooks oder auch Elektroautos betrieben werden.

Rund die Hälfte des weltweit geförderten Kobalts kommt aus der Demokratischen Republik Kongo. Etwa 20 % davon stammt wiederum von selbständigen Minenarbeitern aus dem Süden des Landes.

Amnesty hat sich gemeinsam mit African Resources Watch angesehen, unter welchen Bedingungen der Kobaltabbau in dieser Region vonstatten geht. Und musste feststellen, dass die Menschen unter lebensgefährlichen Bedingungen arbeiten. Sowie, dass Kinderarbeit verbreitet ist.

Wir berichten Details und informieren, welche Forderungen Amnesty an Regierungen und Unternehmen hat. Zudem haben wir mit Mag. Johannes Heiml, Experte des Konsumentenschutzes des AK Oberösterreich für Faires Konsumieren ein Interview geführt.

Gestaltung und Moderation: Martin Walther, Technik: Sarah Walther

Das Gruppe 8-Radioteam

46. Bücherflohmarkt am 16. und 17. April 2016

April 14, 2016 Von: Gruppe08 Kategorie: Allgemein

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NÄCHSTER TERMIN: 12. und 13. November 2016

Kerze der Hoffnung April 2016: Khadija Ismayilova

April 10, 2016 Von: Gruppe08 Kategorie: Allgemein

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Khadija Ismayilova ist eine unerschrockene Frau. Als preisgekrönte Journalistin des Radiosenders Radio Free Europe ist sie ist vor allem wegen ihrer regierungskritischen Berichterstattungen bekannt, in denen sie Korruptionsfälle und allgemeine Menschenrechtsverletzungen im Land aufdeckt und kritisiert. So berichtete sie in den letzten Jahren immer wieder von Korruptionsfällen im Dunstkreis der Präsidentenfamilie. Jahrlang wurde Khadija von den Behörden deswegen drangsaliert und eingeschüchtert. Am 5. Dezember 2014 wurde sie schließlich festgenommen und im September 2015 zu einer 7,5-jährigen Haftstrafe verurteilt. Das Urteil beruht auf politisch motivierten Anklagepunkten, die darauf abzielen, die unerschrockene Journalistin zum Schweigen zu bringen.

Die aserbaidschanische Regierung verletzt kontinuierlich das Recht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit. Ende 2014 gab es etwa 20 politische Gefangene, darunter die bekannten Menschenrechtsverteidiger*innen Leyla Yunus und Arif Yunus. Dank des öffentlichen Drucks, zu dem Khadija und weitere  Aktivist*innen beigetragen haben, wurden Leyla und Arif Ende 2015 freigelassen.
Amnesty International sieht Khadija Ismayilova als  Gewissensgefangene, welche aufgrund der friedlichen Ausübung ihres Rechts auf freie Meinungsäußerung inhaftiert worden ist.

Fordern Sie beim Präsidenten die sofortige Freilassung von Khadija Ismayilova und allen anderen Gewissensgefangenen!

Vorlage für Petition.

Online-Aktion.

Monika Mandl