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Amnesty informiert: Auf Abruf einsatzbereit – Wie Amnesty Fakten ermittelt und Menschenrechtsverletzungen dokumentiert

June 24, 2016 Von: Gruppe08 Kategorie: Allgemein

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Die Grundlage der Arbeit von Amnesty International bildet die Recherchearbeit. Nur wenn Menschenrechtsverletzungen aufgedeckt werden, kann die Öffentlichkeit davon erfahren..

Dazu müssen Amnesty-Researcher*innen Fakten erheben, überprüfen und analysieren. So kann der internationale Druck aufgebaut werden, den es braucht, um Menschenrechtsverletzungen zu verhindern und eine positive Veränderung für die Betroffenen herbeizuführen.

Doch wie kommt Amnesty International an die Informationen? Nach welchen Prinzipien gehen Amnesty-Researcher*innen bei Fact Finding Missions vor? Wie kann sichergestellt werden, dass die Faktenermittlung präzise und unabhängig ist? Mit welchen Methoden arbeiten Researcher*innen zu „geschlossenen“ Ländern, zu denen Menschenrechtsorganisationen keinen Zutritt haben?

Darüber haben wir uns mit Dr. Andrea Strasser-Camagni unterhalten. Andrea Strasser-Camagni ist Menschen in Gefahr & Urgent Action-Netzwerk-Koordinatorin von Amnesty Österreich. Zuvor hat sie für Amnesty auch als Researcherin in Zentralasien gerbeitet.

Wie immer haben wir auch aktuelle Meldungen und Veranstaltungshinweise.

Gestaltung und Moderation: Martin Walther, Technik: Sarah Walther



Das Gruppe 8-Radioteam

Kerze der Hoffnung Juni 2016: Samar Sa´ad Abdullah

June 21, 2016 Von: Gruppe08 Kategorie: Allgemein

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Samar Abdullah droht Hinrichtung

Der 32-Jährigen Irakerin Samar Sa’ad Abdullah droht die Hinrichtung. Am 15. August 2005 wurde sie in Bagdad wegen Mordes an ihrem Onkel, dessen Frau und einem der Kinder des Ehepaares zum Tode verurteilt. Ein Kassationsgericht bestätigte das Urteil am 26. Februar 2007. Während des Prozesses hatte Samar Sa’ad Abdullah wiederholt ihre Unschuld beteuert und angegeben, ihr “Geständnis” unter Folter in Polizeigewahrsam gemacht zu haben. Samar Sa’ad Abdullah beschuldigt ihren Verlobten, die Morde begangen zu haben. Die Behörden fahnden derzeit nach ihm.

Seit der Wiedereinführung der Todesstrafe im Irak im August 2004 können Menschen wegen Gefährdung der inneren Sicherheit, Mord, Drogenhandel und Entführung zum Tode verurteilt werden. Elf Monate zuvor war die Todesstrafe ausgesetzt worden. Die irakischen Behörden begründeten die Wiedereinführung mit der angespannten Sicherheitslage im Land und der hohen Anzahl politisch motivierter Gewalttaten. Zwischen 2004 und Ende 2009 wurden mindestens 255 Menschen hingerichtet. Rund 1.300 Menschen sitzen nach vorliegenden Informationen in den Todeszellen ein. Die meisten Todesurteile liegen schon einige Jahre zurück. Die Betroffenen befinden sich jedoch in ständiger Gefahr, hingerichtet zu werden.

Fordern Sie den Präsidenten auf Samar Sa´ad Abdullahs Todesurteil aufzuheben sowie alle weiteren Todesurteile in seinem Land aufzuheben.

Vorlage für Petition.

Monika Mandl

Umbrella March 2016 in Linz

June 09, 2016 Von: Gruppe08 Kategorie: Allgemein

Amnesty informiert: Krieg im Jemen

May 22, 2016 Von: Gruppe08 Kategorie: Allgemein

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Seit März 2015 beteiligt sich eine internationale Koalition unter Führung von Saudi-Arabien und mit Unterstützung der USA und von Großbritannien am blutigen Konflikt im Jemen. Dabei kommt es zu Kriegsverbrechen bzw. Menschenrechtsverletzungen.

Am 25. März 2015 hat Saudi-Arabien die ersten Luftangriffe auf Stellungen der Huthi-Milizen im Jemen geflogen. Seither sind in dem kriegerischen Konflikt im Jemen über 4000 Zivilpersonen getötet worden.

Amnesty International dokumentierte in zwei Berichten sowohl Luftangriffe der saudisch geführten Koalition auf Spitäler, Schulen, Märkte und Moscheen als auch rücksichtslose Angriffe auf die Zivilbevölkerung in den Städten Aden und Taizz durch Huthi-Milizen und deren Alliierte.

Wir bringen Details aus einem Amnesty-Bericht zu diesem im Vergleich mit Syrien oder dem Irak weniger beachteten Konflikt.

Zudem haben wir einen ausführlichen Block mit aktuellen Meldungen sowie Veranstaltungshinweise.

Gestaltung und Moderation: Martin Walther, Technik: Sarah Walther

Das Gruppe 8-Radioteam

Fair Planet Fest 2016

April 28, 2016 Von: Gruppe08 Kategorie: Allgemein

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Wir sind auch in diesem Jahr mit einem Infostand dabei.

UPDATE: DAS FAIR PLANET FEST  WURDE AUF DEN 4.6.2016 VERSCHOBEN!

Amnesty informiert: Kobaltminen im Kongo – die Ausbeutung hinter unseren Smartphones

April 23, 2016 Von: Gruppe08 Kategorie: Allgemein

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Ein aktueller Amnesty-Bericht blickt auf die Zustände in den Kobaltminen der Demokratischen Republik Kongo, wo die Hälfte des weltweit gewonnen Kobalts gefördert wird. Und fragt nach der Verantwortung von Regierungen und Konzernen.

Kobalt ist eines jener Mineralien, die in Lithium-Ionen-Akkus enthalten sind, mit denen Smartphones, Tablets, Notebooks oder auch Elektroautos betrieben werden.

Rund die Hälfte des weltweit geförderten Kobalts kommt aus der Demokratischen Republik Kongo. Etwa 20 % davon stammt wiederum von selbständigen Minenarbeitern aus dem Süden des Landes.

Amnesty hat sich gemeinsam mit African Resources Watch angesehen, unter welchen Bedingungen der Kobaltabbau in dieser Region vonstatten geht. Und musste feststellen, dass die Menschen unter lebensgefährlichen Bedingungen arbeiten. Sowie, dass Kinderarbeit verbreitet ist.

Wir berichten Details und informieren, welche Forderungen Amnesty an Regierungen und Unternehmen hat. Zudem haben wir mit Mag. Johannes Heiml, Experte des Konsumentenschutzes des AK Oberösterreich für Faires Konsumieren ein Interview geführt.

Gestaltung und Moderation: Martin Walther, Technik: Sarah Walther

Das Gruppe 8-Radioteam

46. Bücherflohmarkt am 16. und 17. April 2016

April 14, 2016 Von: Gruppe08 Kategorie: Allgemein

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NÄCHSTER TERMIN: 12. und 13. November 2016

Kerze der Hoffnung April 2016: Khadija Ismayilova

April 10, 2016 Von: Gruppe08 Kategorie: Allgemein

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Khadija Ismayilova ist eine unerschrockene Frau. Als preisgekrönte Journalistin des Radiosenders Radio Free Europe ist sie ist vor allem wegen ihrer regierungskritischen Berichterstattungen bekannt, in denen sie Korruptionsfälle und allgemeine Menschenrechtsverletzungen im Land aufdeckt und kritisiert. So berichtete sie in den letzten Jahren immer wieder von Korruptionsfällen im Dunstkreis der Präsidentenfamilie. Jahrlang wurde Khadija von den Behörden deswegen drangsaliert und eingeschüchtert. Am 5. Dezember 2014 wurde sie schließlich festgenommen und im September 2015 zu einer 7,5-jährigen Haftstrafe verurteilt. Das Urteil beruht auf politisch motivierten Anklagepunkten, die darauf abzielen, die unerschrockene Journalistin zum Schweigen zu bringen.

Die aserbaidschanische Regierung verletzt kontinuierlich das Recht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit. Ende 2014 gab es etwa 20 politische Gefangene, darunter die bekannten Menschenrechtsverteidiger*innen Leyla Yunus und Arif Yunus. Dank des öffentlichen Drucks, zu dem Khadija und weitere  Aktivist*innen beigetragen haben, wurden Leyla und Arif Ende 2015 freigelassen.
Amnesty International sieht Khadija Ismayilova als  Gewissensgefangene, welche aufgrund der friedlichen Ausübung ihres Rechts auf freie Meinungsäußerung inhaftiert worden ist.

Fordern Sie beim Präsidenten die sofortige Freilassung von Khadija Ismayilova und allen anderen Gewissensgefangenen!

Vorlage für Petition.

Online-Aktion.

Monika Mandl

Amnesty informiert: Jahresbericht 2015/16 – Interview mit Heinz Patzelt

March 25, 2016 Von: Gruppe08 Kategorie: Allgemein

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Jedes Jahr veröffentlicht Amnesty International einen Jahresbericht. Wir schauen in die quasi druckfrische Ausgabe hinein, und haben auch mit dem Generalsekretär von AI Österreich, Heinz Patzelt, darüber gesprochen.

Im Jahresbericht sind fast alle Länder der Welt aufgelistet, und zu jedem Land gibt es einige Zeilen bis einige Seiten, die beschreiben, wie die menschenrechtliche Situation vor Ort ist, insbesondere was sich im Vergleich zum Vorjahr geändert hat.

Gestaltung und Moderation: Sarah Walther

Mehr zum Jahresbericht.

Das Gruppe 8-Radioteam

Gute Neuigkeiten! Menschenrechtserfolge im Jahr 2015

March 16, 2016 Von: Gruppe08 Kategorie: Allgemein

Sie wollen nicht aufhören, die schlechten Nachrichten aus aller Welt. Tagtäglich sind wir konfrontiert mit Informationen und Bildern über Kriege, Hinrichtungen, Vertreibungen, über wirtschaftliche und soziale Probleme. Über Menschenrechtsverletzungen.

Die schlechten Nachrichten begleiten uns Amnesty-Aktivist*innen permanent. Sie tun das seit es Amnesty gibt. Sie sind der Grund, warum es Amnesty gibt. Mit einer schlechten Nachricht fing alles an: 1961, als Peter Benenson in London in der Zeitung von zwei jungen Portugiesen las, die verhaftet worden waren, weil sie friedlich ihre Meinung geäußert hatten.

Peter Benenson gründete Amnesty, um etwas an den schlechten Nachrichten zu ändern, um ihnen gute Nachrichten folgen zu lassen. Und er brachte damit einem zweiten Grund Ausdruck, den es für Amnesty gibt. Dieser Grund, das ist die Hoffnung, ja die Überzeugung, dass es besser werden kann auf der Welt.

Und die Welt bewegt sich – bildlich gesprochen – nicht nur in eine Richtung. Es gibt auf ihr immer auch positive Nachrichten für die Menschenrechte.

In der Folge ein paar dieser Nachrichten, über die wir von Amnesty International uns im Jahr 2015 besonders gefreut haben:

1. Nigeria: Shell zahlt Entschädigungen an Opfer von Umweltverschmutzung

Im Jänner 2015 schloss die nigerianische Erdölfördergesellschaft von Shell mit 15.600 Bauern und Fischern aus Bodo, Nigeria, einen Vergleich. Die Lebensgrundlagen dieser Menschen waren durch zwei große Erdöllecks aus Shell-Pipelines zerstört worden. In dem Vergleich verpflichtete sich Shell – das Unternehmen war von den Geschädigten in London geklagt worden – zur Zahlung von 55 Millionen britische Pfund. Amnesty hat sich jahrelang für die Menschen von Bodo eingesetzt.

2. Myanmar: Dr. Tun Aung wurde freigelassen

Ebenfalls im Jänner 2015 wurde der Gewissensgefangene Dr. Tun Aung freigelassen. Er war zu diesem Zeitpunkt zwei Jahre in Haft. Dr. Tun Aung war zu 17 Jahren Gefängnis verurteilt worden, weil er während der Unruhen zwischen Buddhisten und muslimischen Rohingya im Westen von Myanmar als friedlicher Vermittler aufgetreten war. Die Nationale Menschenrechtskommission von Myanmar teilte mit, dass es die Briefe von Amnesty-Aktivist*innen gewesen sind, die sie veranlasst haben, sich des Falles anzunehmen.

3. Mexiko: Die Anklage gegen Claudia Medina wurde fallen gelassen

Im Jahr 2012 war Claudia Medina, eine Frau aus der mexikanischen Stadt Veracruz, von Marinesoldaten verhaftet, schwer gefoltert und zu einem falschen Geständnis gezwungen worden. Im Rahmen der »Stop Folter!«-Kampagne haben sich Amnesty-Aktivist*innen auf der ganzen Welt für sie eingesetzt. Im Februar 2015 entschied nun ein Gericht, dass die erfolterten »Beweise« wertlos sind und sprach Claudia Medina von allen gegen sie erhobenen Anschuldigungen frei. Claudia Medina bemüht sich nun darum, die Folterer selbst vor Gericht zu bringen.
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 4. Philippinen: Die Folterung von Jerryme Corre wird untersucht

Für Jerryme Corre, einen Mann aus den Philippinen, haben wir Amnesty-Aktivist*innen uns im Rahmen des Briefmarathons 2014 eingesetzt. Jerryme Corre war von Polizisten mittels Elektroschocks, Schlägen und Todesdrohungen gefoltert worden. 2015 hat die philippinische Polizei erklärt, dass sie aufgrund von »Briefen einer Menschenrechtsorganisation« die Foltervorwürfe untersuchen wird.

5. Norwegen: Historischer Durchbruch für Transgender-Rechte

Im April 2015 gab die norwegische Regierung bekannt, dass sie jene Gesetze ändern wird, nach denen sich Menschen, die ihr Geschlecht rechtlich ändern wollen, zwingend einer medizinischen Behandlung unterziehen müssen. Amnesty hatte sich gemeinsam mit der Transgender-Aktivistin John Jeanette Solstad Remø dafür eingesetzt.
 
6. China: Fünf Frauenrechtsaktivistinnen freigelassen

Am 13. April 2015 sind die chinesischen Frauenrechtsaktivistinnen Wei Tingting, Wang Man, Wu Rongrong, Li Tingting und Zheng Churan aus der Haft entlassen worden. Man hatte sie inhaftiert, weil sie für den Internationalen Frauentag eine Flugblattaktion gegen sexuelle Belästigung vorbereitet hatten.5530db883966c_b

7. Italien: Bedeutender Sieg für Roma

Am 25. Mai 2015 entschied ein Gericht in Rom, dass die Stadtbehörden die Rechte von Roma verletzt haben, indem sie diese zwangsweise vom römischen Stadtbezirk Tor de´ Cenci in die abgelegene Containersiedlung La Barbuta umgesiedelt haben. Seit Jahren führen Amnesty und andere Organisationen eine Kampagne gegen derartige Umsiedlungsaktionen der italienischen Behörden.

8. Nigeria: Moses Akatugba wurde begnadigt

Am 28. Mai 2015 hat der Gouverneur des nigerianischen Bundesstaates Delta State Moses Akatugba begnadigt. Moses Akatugba war mit 16 Jahren unter Folter gezwungen worden, ein Verbrechen zu gestehen, das er seinen Aussagen zufolge nicht begangen hat. Über 800.000 Amnesty-Aktivist*innen hatten sich im Rahmen von Aktionen und Briefen für seine Freilassung stark gemacht.

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 9. Indonesien: Der Aktivist Filep Karma ist endlich frei

Nach über zehn Jahren Haft wurde Filep Karma im November 2015 aus einem indonesischen Gefängnis entlassen. Er hatte im Jahr 2004 auf einer Versammlung eine Flagge mit einem Symbol der Unabhängigkeit von Papua in die Höhe gehalten. Amnesty-Aktivist*innen haben sich insbesondere im Rahmen des Briefmarathons 2011 für ihn eingesetzt.

Was alle diese Fälle auch noch verbindet: Auch wir von der Linzer Amnesty-Gruppe 8 haben uns in der einen oder anderen Weise, auf dem einen oder anderen Infostand, mit Briefen und Aktionen, mit Gesprächen und Informationen in diesen Fällen engagiert. Deren positiver Ausgang bestärkt uns darin, mit unserer Arbeit weiterzumachen. Wir können und dürfen nicht aufhören, das Wort zu erheben. Auf dass gute Nachrichten folgen!

Martin Walther