Amnesty informiert: 2011 – Eine Weltreise in Sachen Menschenrechte
Was hat sich 2011 in der Welt abseits des “Arabischen Frühlings” (dem wir noch eine eigene Sendung widmen wollen) in menschenrechtlicher Hinsicht getan? Was war besonders erschreckend, aufrüttelnd, was hat uns empört, berührt oder auch gefreut? Viel zu viel, um im Rahmen einer Radiosendung einen vollständigen Überblick zu geben, zweifelsohne. “2011 – eine Weltreise in Sachen Menschenrechte” versucht, jene Themen und Entwicklungen herauszugreifen, die Amnesty in diesem Jahr besonders beschäftigt haben. Moderation: Martin Walther.
Zum Stream auf CBA.
Das Gruppe 8 Radioteam
Amnesty unterstützt “Poster for tomorrow”
Poster for tomorrow ist ein jährlicher internationaler Wettbewerb zum Thema Menschenrechte, 2011 lautete das Thema “Right to Education” (Recht auf Bildung).
Die besten 100 Plakate werden diese Woche weltweit in Ausstellungen (Hauptausstellung in Paris) präsentiert.
Ausstellungsdauer: 13. bis 19.12.2011
Kunstuniversität Linz, Hauptplatz 8, Galerierräume, EG
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 10.00 bis 18.00 Uhr
Nähere Informationen auf der Webseite der Universtät für künstlerische und industrielle Gestaltung.
Sylvia Pumberger
Amnesty Briefmarathon 2011, 5.12. bis 15.12.2011
Papier ist geduldig. Aber es raubt jenen die Geduld, die mit tausenden Briefen überhäuft werden, weil Menschen wie Sie sich nicht damit abfinden, dass andere diskriminiert, gefoltert oder hingerichtet werden.
Der Briefmarathon ist eine Aktion von Amnesty International rund um den Internationalen Tag der Menschenrechte, den 10. Dezember, bei der Menschen in zahlreichen Ländern der Welt zeitgleich (innerhalb eines kurzen Zeitraums) Appelle zugunsten von bedrohten und inhaftierten MenschenrechtsverteidigerInnen an die verantwortlichen Behörden schicken.
636.139 Appelle! Das ist die Anzahl aller Briefe, Faxe, E-Mails, SMS, Online- Appelle und Unterschriften auf Petitionslisten, die im Dezember 2010 im Rahmen des internationalen Amnesty-Briefmarathons aus über 50 Ländern für zehn Menschen in Gefahr verschickt wurden.
Auch dieses Jahr wird Amnesty International mit dem Briefmarathon Menschen in Gefahr unterstützen. Und auch dieses Jahr ist das nur mit Ihrer Hilfe möglich!
Der diesjährige Briefmarathon steht ganz im Zeichen der Meinungsfreiheit.
Melden Sie sich an oder kommen Sie am Samstag, den 10.12.2011 zwischen 10 Uhr und 17.30 Uhr zu unserem Infostand auf der Landstraße, Ecke Harrachstraße (Ursulinenhof und unterschreiben Sie, damit wir möglichst viele Unterschriften an die verschiedenen Regierungen (diesmal in Nordkorea, Russland, Zimbabwe, Mexiko und Iran) senden können.
Kurzinformationen zu den fünf diesjährigen Fällen finden Sie HIER.
Uli Neunteufel
Amnesty informiert: Argumente für die Todesstrafe widerlegen
In Zeitungsforen und Social Networks, aber auch im privaten Bereich trifft man immer wieder auf Menschen, die die Todesstrafe befürworten. Meist haben sie dafür Gründe, die auf den ersten Blick plausibel scheinen. Wir haben versucht, möglichst viele davon herauszusuchen und Gegenargumente aufzuzeigen. Gestaltung: Sarah Berger.
Die Sendung zum Nachhören.
Das Gruppe 8-Radioteam
Infostand am Weihnachtsbasar
Informieren Sie sich in der besonderen Atmosphäre der Waldorfschule beim Weihnachtsbasar am SAMSTAG, 26. NOVEMBER 2011, wo unsere Amnesty Gruppe einen Infostand zum Thema Frauenrechte abhält (9-13 Uhr). Wir freuen uns auf Ihr Interesse! Mehr zum Thema finden Sie auf http://frauenrechte.amnesty.at.
Bei Kerzenlicht, in adventlicher Stimmung, können Sie einen Eindruck von der Waldorfschule und ihren Schülerinnen und Schülern gewinnen und handgefertigte Besonderheiten erwerben.
In der Kinderwerkstatt können die Kinder filzen, Bienenwachskerzen ziehen, kleine Holzarbeiten anfertigen und vielleicht entsteht daraus das eine oder andere selbst gemachte Weihnachtsgeschenk. Währenddessen können sich die Eltern in der angrenzenden russischen Teestube stärken.
Für Ihr leibliches Wohl ist am großen Buffet, beim Würstelstand oder mit vollwertigem selbstgemachtem Weihnachtsgebäck gesorgt. Leckereien in Kinderportionen finden Ihre Kleinen im Kindercafe, davor können sie noch auf Entdeckungsreise in das Zwergenreich gehen.
An verschiedenen Ständen finden Sie Schülerarbeiten, Adventkränze, Spielzeug und hochwertiges Handgefertigtes.
Zum Programm.
Uli Neunteufel
Amnesty informiert: Poetry Slam für Menschenrechte
Diesmal in unserer monatlichen Radiosendung: ein Mitschnitt vom “Poetry Slam für Menschenrechte – PostSkriptum feat. Amnesty International” am 30.9.2011 im Linzer Posthof.
HIER geht es zur Sendung am Cultural Broadcasting Archive.
Das Gruppe 8-Radioteam
10. Oktober – Welttag gegen die Todesstrafe
Troy Davis wurde am 21.09. (22.09., 05.00 h MET) hingerichtet, nach 16 Jahren in der Todeszelle. Trotz internationaler Proteste, einer Million Unterschriften und vielen einflussreichen Menschen, die sich für ihn einsetzten.
Die Todesstrafe war nicht von Beginn an im Programm von Amnesty International (AI). Es gab jahrelange Diskussionen, ob es ein Teil davon sein soll. Thomas Hammarberg – in den 70iger Jahren im internationalen AI-Vorstand, jetzt Menschenrechtskommissar im Europarat – dazu in einem Interview: „Das stärkste Argument dafür war, dass AI politische Gefangene, die sich explizit gegen die Todesstrafe aussprachen, nur dann schützen konnte, wenn AI sich generell gegen die Todesstrafe einsetzt“ (Quelle: http://www.youtube.com/watch?v=7GNz6V2yBB8).
Mittlerweile gibt es auch konkrete Studien, die dafür sprechen, die Todesstrafe abzuschaffen und viele jener Argumente widerlegen, die immer pro Todesstrafe angeführt werden. Z. B. die Abschreckung (die Todesstrafe hat keine abschreckende Wirkung) oder rein finanzielle Abwägungen zu lebenslangen Haftstrafen (es ist nicht billiger, Menschen hinzurichten als sie lebenslang einzusperren).
Oft ist es schlichtweg eine Frage der finanziellen Mittel der Angeklagten, rassistisch motiviert oder es werden unbequeme politische Gegner dadurch aus dem Weg geräumt.
Die Todesstrafe steht nicht im Einklang mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte.
In Europa ist Belarus das einzige Land, das die Todesstrafe noch anwendet. Seit der Unabhängigkeit 1991 wurden ca. 400 Menschen zum Tode verurteilt und hingerichtet. Inhaftierte erfahren oft erst unmittelbar vor der Vollstreckung des Urteils von ihrer Hinrichtung und müssen somit in ständiger Erwartung ihres Todes leben. Das ist besonders grausam.
AI und das „Human Rights Centre Viasna“ in Belarus fordern den Präsidenten Lukaschenko zu einem sofortigen Hinrichtungsstopp und zur Umwandlung aller bestehenden Todesurteile auf.
Helfen Sie mit, in ganz Europa die Todesstrafe abzuschaffen und unterschreiben Sie jetzt die Petition!
Sylvia Pumberger





Die Gruppe08 von Amnesty International Österreich ist in Linz zuhause. Wir treffen uns alle drei Wochen mittwochs um 19.30.