Subscribe

Archive for December, 2013

Amnesty informiert: Wenn Briefe Leben retten – der Amnesty Briefmarathon 2013

December 26, 2013 By: Gruppe08 Category: Allgemein Comments Off on Amnesty informiert: Wenn Briefe Leben retten – der Amnesty Briefmarathon 2013

Seit 2001 gibt es ihn: den Amnesty-Briefmarathon. Weltweit bemühen sich AktivistInnen und MitarbeiterInnen von Amnesty darum, möglichst viele Briefe, E-Mails und Appelle an Regierungen und Behörden zu schicken, um in ausgewählten Fällen Menschenrechte durchzusetzen.

Am 10.12.2001 trafen sich AktivistInnen einer Amnesty-Gruppe in Warschau und schrieben insgesamt 1.000 Briefe zu Gunsten von ausgewählten Gewissensgefangenen auf der ganzen Welt. Die Aktion dauerte 24 Stunden und war ein voller Erfolg. In den folgenden Jahren übernahmen Amnesty-Gruppen und -Sektionen aus der ganzen Welt diese Idee. Aus 24 Stunden in Warschau wurden zwei globale Wochen. Eine alljährliche Phase von intensivem Aktivismus, in dem für Menschenrechte Briefe geschrieben oder auch E-Mails geschickt werden.

In dieser Ausgabe von “Amnesty informiert” rekapitulieren wir den Briefmarathon des vergangenen Jahres 2012 und berichten, was er bewirken konnte. Dann beschäftigen wir uns im Detail mit den 12 Fällen, die von Amnesty im Rahmen des Briefmarathons 2013 bearbeitet worden sind.

Den Abschluss der Sendung bildet wie gewohnt ein kurzer Überblick über aktuelle menschenrechtliche Meldungen.

Gestaltung und Moderation: Martin Walther, Technik: Sarah Berger

Das Gruppe 8-Radioteam

AMNESTY TALK mit Panzer von Itchy Poopzkid

December 10, 2013 By: Gruppe08 Category: Allgemein Comments Off on AMNESTY TALK mit Panzer von Itchy Poopzkid

AMNESTY TALK ist ein Projekt der ehrenamtlichen Linzer Amnesty Gruppe 8. Wir befragen Persönlichkeiten aus der Musikwelt zum Thema Menschenrechte und menschenrechtliches Engagement. Die Aussagen im Video geben die Ansichten der Interviewten wieder und müssen nicht mit den Positionen von Amnesty International übereinstimmen.

Die deutschen Punkrocker von Itchy Poopzkid waren mit ihrem aktuellen Album ‚Ports & Chords’ für drei Konzerte in Österreich zu Gast. Bei dieser Gelegenheit haben wir die im Tierschutz sehr aktive Band einmal zum Thema Menschenrechte befragt. Daniel Friedl alias Panzer hat sich die Zeit genommen und unsere Fragen zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, zu sozialem Engagement und zur Musik beantwortet.

Melanie Kwetina

“Kerze der Hoffnung” Dezember 2013: Freiheit für Eskinder Nega

December 05, 2013 By: Gruppe08 Category: Allgemein Comments Off on “Kerze der Hoffnung” Dezember 2013: Freiheit für Eskinder Nega

(c) Privat

(c) Privat

Eskinder Nega ist ein äthiopischer Journalist, der sich seit Jahren für freie Meinungsäußerung in Äthiopien einsetzt. Im September 2011 wurde Eskinder Nega festgenommen. Er hatte regierungskritische Artikel veröffentlicht, in denen er das Recht auf Meinungsfreiheit in Äthiopien forderte. Kurz vor seiner Festnahme im September 2011 besuchte Eskinder Nega eine Veranstaltung der Oppositionspartei, wo er eine kritische Rede über Pressefreiheit in Äthiopien hielt.

Weiters hatte er den Einsatz des sogenannten Antiterrorgesetzes zur Unterdrückung von RegierungsgegnerInnen kritisiert. Dieses umstrittene Gesetz wurde nun gegen ihn eingesetzt. Am 13. Juli 2012 wurde er unter anderem wegen „Hochverrats und Beteiligung an einer terroristischen Organisation“ zu 18 Jahren Gefängnis verurteilt. 21 weitere Mitangeklagte wurden ebenfalls für schuldig befunden. Das Gerichtsverfahren wies schwerwiegende Mängel auf, so wurden unter anderem Foltervorwürfe von mindestens einem Angeklagten nicht untersucht.

Die jetzige strafrechtliche Verfolgung ist bereits die achte in einer Reihe, der Eskinder Nega im Laufe seiner Journalistenkarriere ausgesetzt war. 2005 wurde er zusammen mit seiner Frau Serkalem Fasil verhaftet. Die beiden gehörten zu 131 JournalistInnen, AktivistInnen und OppositionspolitikerInnen, denen unter anderem Landesverrat zur Last gelegt wurden. 2006 brachte Serkalem Fasil im Gefängnis ihren gemeinsamen Sohn Nafkot zur Welt. Internationaler Druck, unter anderem durch tausende Appellbriefe während des Amnesty International Briefmarathons 2006, hat damals zu ihrer Freilassung beigetragen.

Unterstützen Sie mit Ihrer Unterschrift die sofortige und bedingungslose Freilassung von Eskinder Nega, da er ein gewaltloser politischer Gefangener ist. Verwenden Sie unseren Appellbrief.

Eskinder Nega ist auch einer jener Menschen, für die wir uns im Amnesty Briefmarathon einsetzen. Auf der Website von Amnesty Österreich können Sie zwei weitere Fälle unterstützen.

Die KERZE DER HOFFNUNG brennt für Pressefreiheit.

Brigitte Egartner

16 Tage gegen Gewalt an Frauen und Mädchen von 25. November bis 10. Dezember

December 01, 2013 By: Gruppe08 Category: Allgemein Comments Off on 16 Tage gegen Gewalt an Frauen und Mädchen von 25. November bis 10. Dezember

Die Aktionstage 16 Tage gegen Gewalt an Frauen und Mädchen beginnen mit dem 25. November, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen. In Erinnerung an die Ermordung der Schwestern Patria, Minerva und Maria Teresa Mirabal. 1960 wurden die drei Frauen, nach monatelanger Verfolgung und Folter, vom dominikanischen Geheimdienst brutal ermordet.

Abschluss der Kampagne ist der 10. Dezember, der „Internationale Tag der Menschenrechte“.

Das Schwerpunktthema heuer: Militarismus und Gewalt, also Gewalt in bewaffneten Konflikten.

Syrien: Sexuelle Gewalt droht Frauen auch noch auf der Flucht

Stellen Sie sich vor, Sie müssen alles zurück lassen und begeben sich auf eine lebensgefährliche Flucht. Sie haben auf dieser Flucht wahrscheinlich Traumatisches erlebt und überlebt, schaffen es ins Flüchtlingslager. Die Lebensbedingungen dort sind schwer, doch Sie glauben, Sie sind zumindest in Sicherheit. Dann merken Sie sehr bald, es gibt diese Sicherheit nicht.

Im weltweit zweitgrößten Camp, etwa eine Autostunde nördlich der jordanischen Hauptstadt Amman, in einer unwirtlichen, wüstenähnlichen Gegend, liegt das Flüchtlingslager Za’atari. In diesem Camp leben ca. 120.000 Frauen, Männer und Kinder. Das UNHCR und die jordanische Regierung verwalten dieses gemeinsam. In Za’atari gibt es massive Sicherheitsprobleme. Kriminelle Banden kontrollieren Teile des Lagers, begehen Verbrechen, die nicht geahndet werden.

Frauen sind auch in Flüchtlingslagern von verschiedener sexualisierter und geschlechtsspezifischer Gewalt betroffen: sexuelle Übergriffe und Belästigungen, Vergewaltigungen, Zwangs-Verheiratung. Auch die häusliche Gewalt soll zugenommen haben. „Nur schwer seien die BewohnerInnen vor sexueller Ausbeutung und Übergriffen zu schützen“, berichtet das UNHCR im Juni 2013. Ein neuer Plan zur Führung des Camps soll Verbesserungen bringen.

Ein klares Ziel: Sicherer Zugang zu den Gemeinschaftstoiletten für Frauen und Mädchen im Za’atari-Camp.

Das ist eine konkrete Maßnahme, die die Sicherheit für Frauen im Camp deutlich verbessert. Wir hoffen, dass die jordanische Regierung auf den weltweiten Druck reagiert, den wir im Aktionszeitraum gebündelt ausüben können, damit diese rasch umgesetzt wird.

Detailliertere Informationen und wie Sie aktiv werden können, finden Sie auf der Website des Netzwerkes Frauenrechte.

Dort finden Sie auch weitere Aktionen zu Bangladesch, zur Demokratischen Republik Kongo und dem Sudan, die während der Aktionstage schwerpunktmäßig bearbeitet werden.

Sylvia Pumberger