Subscribe

Archive for October, 2012

Amnesty informiert: Dieser Stadtteil wird geräumt

October 20, 2012 By: Gruppe08 Category: Allgemein Comments Off on Amnesty informiert: Dieser Stadtteil wird geräumt

Auf der ganzen Welt sind eine Milliarde Menschen davon bedroht, dass ihre Siedlungen ohne Vorwarnungen und ohne (angemessenen) Ersatz geräumt werden. Amnesty Österreich informiert im Oktober 2012 über diese Art der Menschenrechtsverletzungen und sammelt Unterschriften für über 300 betroffene Menschen in Rumänien.

Sarah Berger spricht in der Oktober-Ausgabe unserer Radiosendung “Amnesty informiert” mit der Kampagnenkoordinatorin Elisabeth Lentsch von Amnesty International Österreich über diese aktuelle Kampagne.

Ein Download der Sendung findet sich auf unserer Radioseite.

Das Gruppe 8 – Radioteam

10. Oktober – 10 Jahre internationaler Tag gegen die Todesstrafe

October 10, 2012 By: Gruppe08 Category: Allgemein Comments Off on 10. Oktober – 10 Jahre internationaler Tag gegen die Todesstrafe

Troy Davis wurde am 21. 09. 2011 hingerichtet. 16 Jahre lang saß er in der Todeszelle. Bis kurz vor seiner Hinrichtung beteuerte er noch seine Unschuld. Es gibt nach wie vor Zweifel an seiner Schuld.

Damon Thibodeaux wurde vor kurzem die 300. Person, bei der aufgrund einer DNA-Analyse festgestellt wurde, dass sie das Verbrechen, für das sie verurteilt wurde ( konkret: seine Stiefcousine vergewaltigt und ermordet zu haben), nicht begangen hatte. Nach 15 Jahren in der Todeszelle Louisianas kam er nun frei.

In den USA schaffte Illinois 2011 als 16. Bundesstaat die Todesstrafe ab, Oregon verhängte einen Hinrichtungsstopp.

 

Wie oft haben Sie Folgendes gehört?

Die Todesstrafe hat eine stark abschreckende Wirkung.

Die Todesstrafe senkt die Kriminalitätsrate.

 

Das sind Mythen, die Fakten beweisen das Gegenteil.

 

Die zehn wichtigsten Argumente für die Abschaffung der Todesstrafe sind:

Die Todesstrafe verstößt gegen das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person (Art. 3 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte).

Die Todesstrafe ist unumkehrbar. Die Gefahr, einen unschuldigen Menschen hinzurichten, ist viel zu groß.

Ein Staat darf sich nicht mit Mördern auf eine Stufe stellen.

Todesurteile treffen überdurchschnittlich oft Menschen in Armut, ethnische und religiöse Minderheiten.

Hinrichtungen sind grausam und entwürdigend. Sie senken den Respekt vor menschlichem Leben.

Die Todesstrafe macht die Welt nicht sicherer. Sie schreckt Täter nicht vor Straftaten ab.

Die Hinrichtung der Täter macht die Opfer nicht wieder lebendig.

Die Todesstrafe verhindert jede Chance auf Rehabilitation eines Kriminellen.

Auch viele Familien von Mordopfern lehnen die Todesstrafe ab, weil sie die Schmerzen ihres Verlustes nicht heilt.

Die Todesstrafe bekämpft nicht die Ursachen für Verbrechen.

 

AI fühlt mit den Opfern und ihren Angehörigen. Selbstverständlich erkennen wir das Recht auf Verantwortung von Staaten an, Strafverdächtige vor Gericht zu stellen. Aber ist staatliches Töten tatsächlich eine angemessene Antwort auf Mord und Kriminalität?

140 Staaten haben aktuell im Gesetz oder in der Praxis die Todesstrafe abgeschafft, zuletzt Sierra Leone. In Europa ist Belarus der einzige Staat, der Todesurteile vollstreckt, wo Geständnisse der TodeskandidatInnen auch oft unter Folter erzwungen werden.

Generell ist die Todesstrafe auf dem Rückzug. In den verbleibenden Ländern haben Hinrichtungen leider zugenommen, wie z. B. im Mittleren Osten, Iran, Irak und Saudi-Arabien. Iran macht auch vor Minderjährigen nicht Halt.

China behandelt die Zahlen der Hinrichtungen als Staatsgeheimnis. AI schätzt, dass es noch immer Tausende sind, obwohl China die Straftatbestände reduzierte.

Die Fakten laut Amnesty-Jahresbericht 2012:

2011 (China ausgenommen) wurden mindestens 676 Menschen in 20 Ländern hingerichtet. Fast 2.000 Menschen in 63 Ländern wurden zum Tode verurteilt.

Mehr Details dazu finden Sie im aktuellen AI-Jahresbericht 2012 oder unter

www.amnesty.at

 

Sylvia Pumberger