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Archive for December, 2010

Briefmarathon – ein voller Erfolg!

December 30, 2010 By: Gruppe08 Category: Allgemein 1 Comment →

In der Woche 6. bis 10.12.2010 fand der weltweite Briefmarathon statt. Amnesty AktivistInnen in über 50 Ländern haben Briefe geschrieben sowie Petitionslisten unterzeichnet. Unsere Gruppe hat sich am 8.12. mit einem Infostand auf der Landstraße daran beteiligt.

17.611 Appelle! Das ist die Anzahl aller Briefe, Faxe, E-Mails, Online-Appelle und Unterschriften auf Petitionslisten, die dieses Jahr nur von Österreich aus zu Gunsten von Menschen in Gefahr verschickt wurden. Ein erster Erfolg dieser Aktion war die frühzeitige Freilassung von Femi Peters, Oppositionspolitiker aus Gambia, einer von zehn Menschen in Gefahr, für die sich Amnesty International weltweit beim diesjährigen Briefmarathon eingesetzt hat. Der 64-jährige Wahlkampfleiter einer gambischen Oppositionspartei war vor einem Jahr während einer friedlichen Demonstration verhaftet worden.

Trotz positiver Entwicklungen wie zum Beispiel jener, dass immer mehr Staaten die Todesstrafe abgeschafft haben oder darüber nachdenken, gibt es Rückschritte. Deutlich sichtbar wurde wieder einmal, dass auch in Ländern, die in Bezug auf die Einhaltung von Menschenrechten als fortschrittlich gelten, diese nicht selbstverständlich sind. Erschütternd wie Länder der EU, Roma und Sinti behandeln (Frankreich, Italien, Slowakei, Rumänien …). Erschaudern lässt uns der Umgang mit AsylwerberInnen in unserem Land oder die Tatsache, wie fragil das Recht auf freie Meinungsäußerung tatsächlich ist.

Wir sind also alle weiterhin gefordert, wachsam zu bleiben und uns jenen entgegen zu stellen, die meinen, Menschenrechte sind nur etwas für gute Zeiten.

Vielen Dank an alle, die sich dafür einsetzen, sowie AI und unsere Gruppe im Jahr 2010 unterstützt haben, in welcher Form auch immer.

Sylvia Pumberger


Femi Peters jr. über die Freilassung seines Vaters

16 Tage gegen Gewalt an Frauen

December 01, 2010 By: Gruppe08 Category: Allgemein Comments Off on 16 Tage gegen Gewalt an Frauen

Vom Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen (25. November) bis zum Internationalen Tag der Menschenrechte (10. Dezember) finden rund um den Globus verschiedenste Aktionen statt, um auf das Recht von Frauen auf ein gewaltfreies Leben aufmerksam zu machen. Für so viele Frauen weltweit noch immer nicht selbstverständlich.

Amnesty International fordert heuer, die sexuellen und reproduktiven Rechte von Frauen in verschiedenen Ländern zu garantieren! Bitte unterstützen Sie folgende Appelle:

Bosnien und Herzegowina
Zwischen 1992 und 1995 wurden tausende von Frauen und Mädchen vergewaltigt, oft mit extremer Brutalität. Viele wurden getötet. Kurz nach dem Krieg, als die Frauen an die Öffentlichkeit gingen, war das Medienecho im In- und Ausland sehr groß. Es kam auch zu Änderungen in internationalen Gesetzen. Als dann aber das Thema von den Schlagzeilen verschwunden war, wurde für die Opfer kaum was getan.
2009 sprachen VertreterInnen von AI mit einigen dieser Frauen über ihre Wünsche, Probleme und Erfahrungen mit der Justiz. Ergebnis: die Behörden von B-H hatten versagt, den Opfern Gerechtigkeit und Wiedergutmachung zukommen zu lassen.

http://frauenrechte.amnesty.at/allgemein/bosnien-und-herzegowina-gerechtigkeit-fur-vergewaltigte-frauen/


Nicaragua
Ein neuer Bericht von AI dokumentiert das erschreckende Ausmaß sexueller Gewalt in Nicaragua. Zwei Drittel der Opfer sind unter 17 Jahre alt, 90 Prozent der Täter sind Familienangehörige. Zu 14.000 polizeibekannten Vergewaltigungen zwischen 1998 und 2008 kommt eine ungleich höhere Dunkelziffer. Sexuelle Gewalt ist weiterhin ein Tabu und findet zumeist in der Familie statt. Die Regierung tut nichts, um sexuelle Gewalt öffentlich zu thematisieren und somit zu versuchen, die soziale Stigmatisierung zu durchbrechen.

http://frauenrechte.amnesty.at/allgemein/nicaragua-die-stimmen-der-opfer-horen/


Indonesien
Ein ebenfalls aktueller AI-Bericht zeigt auf, dass viele Frauen und Mädchen in Indonesien, vor allem jene aus armen Gebieten, noch immer für reproduktive Gesundheit* kämpfen müssen, da ihnen viele diskriminierende Gesetze und Praktiken entgegenstehen.

http://frauenrechte.amnesty.at/allgemein/indonesien-gewaltige-hurden-fur-die-reproduktive-gesundheit/

* Nach der Definition des Aktionsprogramms der UN-Weltbevölkerungskonferenz von Kairo 1994 bedeutet reproduktive Gesundheit, dass “Menschen ein befriedigendes und ungefährliches Sexualleben haben können und dass sie die Fähigkeit zur Fortpflanzung und die freie Entscheidung darüber haben, ob, wann und wie oft sie hiervon Gebrauch machen wollen”.

Unter den angegebenen Links finden Sie noch detaillierter Informationen zu diesen Aktionen.

Sylvia Pumberger