AI Österreich wurde am 04. Mai 1970 gegründet. Zwei Jahre nach einem „Internationalen Jahr der Menschenrechte“ (1968), im „Internationalen Jahr der Bildung“ (1970) und vor dem „Internationalen Jahr zur Bekämpfung von Rassismus und der Rassendiskriminierung“ (1971) (Quelle: Wikipedia).
Es war die Zeit des Vietnam-Krieges und der Tag des “Kent State Massakers”, das ganz Amerika schockierte. Am 4. Mai 1970 erschossen Nationalgardisten im US-Bundesstaat Ohio ohne ersichtlichen Grund vier Studenten, die gegen den Einmarsch von US-Truppen in Kambodscha protestierten, der Anfang vom Ende des Präsidenten Richard Nixon.
Wenn Sie am Mittwoch, den 26.05.2010 in Wien sind, dann empfehlen wir eine interessante Podiumsdiskussion:
„How to make a difference“ Wie entsteht Veränderung? Was macht wirksame Menschenrechtsarbeit aus?
Hauptbücherei am Gürtel, Veranstaltungssaal, Urban Loritz Platz 2a, 1070 Wien
Und weil es um die 1970er Jahre geht, wieder einmal ein Gedicht aus dieser Zeit … schon lange her, etwas Unmodernes ? Vielleicht auch nicht …
Sylvia Pumberger
Für amnesty
So eine Art
Skrupellosigkeit
wünsche ich Euch
ein Ziel
das nicht geschändet wird
durch gefesselte Worte
das nicht geschändet wird
durch zweckmäßige Einschränkungen
So eine Art
Zügellosigkeit
wünsche ich Euch
Ich wünsche Euch die Stärke
die Fanatismus überflüssig macht
und Euch nicht treten läßt
mit blankgeputzten Westen
vor die Spiegelwände
So eine Art
Rücksichtslosigkeit
wünsche ich Euch
Nicht ausgewogen handeln
zwischen Herrn und Sklaven
die Würde der Diktatoren
nicht höher achten
als die der Verfolgten
Nicht höflich umschmeicheln
die Füße der Herren
sondern drauftreten
Das wünsche ich Euch.
So eine Art
Ehrlichkeit
Wünsche ich Euch.
Urs M. Fiechtner
aus „Suche nach M.“
Schriften für amnesty international 2
Überarbeitete Neuauflage
Autorenkollektiv 79 (Fehrmann/Fiechtner/Vesely) – Erstausgabe 1978
Copyright 1981 by AS-Verlag