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Archive for September, 2008

Olympische Spiele: China und IOC müssen aus ihren Fehlern lernen

September 01, 2008 By: Gruppe08 Category: Allgemein 2 Comments →

Wien, 25. August 2008 – Nach dem Abschluss der Olympischen Spiele in Peking klagt Amnesty International die chinesische Regierung an, mehr Wert auf ihr Image als auf grundsätzliche Veränderungen gelegt zu haben. Beispiel dafür sind die andauernde Verfolgung und Bestrafung von Menschenrechtsverteidigern und Medienschaffenden während der Spiele.

Amnesty International kritisiert auch das Internationale Olympische Komitee (IOC), das bei Menschenrechtsverletzungen immer wieder ein Auge zugedrückt und somit das Menschenrechts-Vermächtnis der Olympischen Spiele getrübt hat.

“Die olympischen Spiele waren ein spektakulärer Sportanlass, fanden aber vor dem Hintergrund gravierender Menschenrechtsverletzungen statt. AktivistInnen wurden verhaftet und daran gehindert, friedlich ihre Meinung zu äussern, obwohl sie keine Straftat begangen haben”, so Heinz Patzelt, Generalsekretär von Amnesty Österreich.

Die chinesische Regierung und das IOC haben in fast allen Bereichen die Chance verpasst, mit den Olympischen Spielen die Menschenrechtslage zu verbessern. Zwangsräumungen, Verhaftungen und Einschränkungen für Journalisten und Journalistinnen waren an der Tagesordnung. “Es ist höchste Zeit, dass das IOC die in der olympischen Charta festgehaltenen zentralen Werte der “Menschenwürde” und der “universellen und fundamentalen ethnischen Prinzipien” umsetzt und die Menschenrechte zu einem neuen Pfeiler der Spiele macht”, sagte Patzelt.

Amnesty International ruft das IOC auf, aus den in Peking gemachten Fehlern zu lernen und dafür zu sorgen, dass in Zukunft bei der Vergabe von Olympischen Spielen und bei den Verträgen mit Gastgeber-Städten konkrete und messbare Vorgaben für die Einhaltung der Menschenrechte gelten. Amnesty International fordert die chinesischen Behörden auf, die Blockade von Websiten abzubauen und auch die zeitlich beschränkten Verbesserungen für ausländische Medienschaffende über die Spiele hinaus zu verlängern.